Bullitt Lastenfahrrad bei elektronenrad

Gelandet….


Bullitt Lastenfahrrad

Bullitt Lastenfahrrad



unsere erste Ladung Bullitt Lastenräder ist bei elektronenrad angekommen. Ein schwarzes Classic und das stylische Clockwork (in) Orange stehen vor der Raumfahrtagentur. Die extrem leichten Alurahmen machen die Bullitts zu den schnellsten Lastenrädern am Markt (24kg). Die Struktur ist für bis zu 180kg Zuladung ausgelegt was selbst den Transport einer Waschmaschine ermöglicht.
Ein Motor Bausatz auf Basis eines Crystalyte 4011 im 20″ Vorderrad ist in Arbeit. In den nächsten Wochen wird also das erste E-Bullitt durch Berlin zu gleiten.

Bauteile aus der Raumfahrt(agentur)

Eigentlich ein Posting das auf das nicht existierende Blog der Raumfahrtagentur gehoert. Da es allerdings direkt mit den E-Bikes zu tun hat, kann ich nicht mehr still halten und demonstriere den Fortschritt an der CNC-Fräse hier bei elektronenrad.

Das Problem ist vermutlich jedem Bastler und Schrauber schon aus frühster Kindheit bekannt. Das eine kleine Bauteil das fehlt bringt das ganze Projekt zum Stillstand. Ein kleiner Winkel, eine Halterung oder diese Millionen Plastik Nippel die gerne Abbrechen.

Nach den letzten Wochen und Monaten tief unten auf dem Grund des Maschinenbaus und der klassischen CNC Technik steht nun eine komplette Open Source Toolchain für die CNC-Fräse (Vario BF-20) in der Raumfahrtagentur zur Verfügung. Angefangen von der CAD für die Konstruktion über die Aufbereitung der Zeichnungen und Erstellung von Werkzeugpfaden bis hin zur direkten Steuerung der Stepper unserer Fräse ist alles mit freier Software realisiert.

So bewaffnet kann man nun all die fehlenden Teile mit wenig Aufwand und einfach Reproduzierbar aus den Materialen dieser Welt selber ausgraben.

Hier nun eine kleine Runde durch unsere Toolchain. Als Beispiel dient ein fehlendes Bauteil an der Rikscha von elektronenrad. Ein Element am Bremsgestänge war gebrochen und musste ersetzt werden den ohne richtige Bremse Stand das 90kg schwere Fahrzeug erstmal still.

So fängt alle mit einem Photo an:

Das Bauteil wird vermessen

Das Bauteil wird vermessen

Am einfachsten lässt sich das Bauteil mit einer Lehre vermessen. Einfach 1 oder 2 cm an der Lehre einstellen, neben das Problembauteil legen und schön von oben ein Photo machen. – Fertig.

Das ganze Bild dann in einer CAD Software (tut auch Inkscape, HeeksCAD, etc.) in Vektoren nacharbeiten. Als Beispiel dient hier QCad, und die Runde um das Bauteil ist per Hand^W Maus nachgefahren. Mit Inkscape und Co sind noch mehr Tricks möglich. Automatisches erfassen von Konturen mit den Üblichen Magischen Select Tools und sortieren der einzelnen Elemente.

Nachzeichnen des Bauteils

Nachzeichnen des Bauteils

So einmal in ein Vektor Format Umgesetzt (DXF) passt das ganze in eine CAM Software (HeeksCAD mit CNC Plugin). Hier wird nun das Werkzeug definiert und eine Flugroute (Toolpfad) für das Werkzeug definiert.

Der Toolpath wird erstellt

Der Toolpath wird erstellt

Der Toolpfad gibt dann die Flugroute vor und wird in die entsprechende Steuersoftware der CNC-Fräse geladen. Hier ist das EMC2 aus dem LinuxCNC Projekt. Ein wirklich gutes Beispiel für stabile freie Software.

Der Toolpath in der CNC Steuersoftware

Der Toolpath in der CNC Steuersoftware

Das war es auch schon an der Software Front. Kommt noch die, hier undokumentierte, Materialforschung hinzu, Fahrgeschwindigkeiten, die passenden Fräsköpfe und Drehzahl sind ebenfalls wichtig und werden wohl in einer anderen Sendung behandelt.
Auf Play drücken und der Replikator spuckt ein passendes Bauteil aus:

Das fertige Bauteil

Das fertige Bauteil

Was soll ich sagen, die Rikscha bremst wieder und ist das Teil erst einmal im Kasten kann es in diversen Materialien von Hartplastik über Schokolade oder Alu bis Metall nochmal rauslassen.